Vom Öl gar nicht zu sprechen!

Am besten kauft man das Öl von Cabaces (im Laden von Scala Die zu bekommen). Aber auch in der Villella Baixa (La Plantadeta) gibt es eigenes Öl und natürlich auch in Torroja (in der Cooperativa oder im Weinladen von Mayol).

Die Olivenernte findet im Winter statt. Die Bauern sind vor und während der Weihnachtszeit vollauf damit beschäftigt die alten Olivenbäume mit den typischen winzigen und herzhaften Oliven zu „schütteln“ und in ausgebreiteten Tüchern zu sammeln. Danach werden sie zur Cooperativa gebracht und dort sofort gepresst. Miguel Aixalá und seine Gehilfen sind sehr freundlich und geben einem gerne Einblick in ihre „Machenschaften“ rund um das „extra virgen“; sogar eine Flasche ungefiltertes frisch gepresstes Öl bekommt man auf Anfrage. Diese Kostbarkeit isst man am besten pur mit spanischem Weißbrot (das Beste gibt es in der Bäckerei von Gratallops), leicht getoastet und mit etwas Knoblauch eingerieben. 100% Genuss!

Ein Teil der Ernte 2009 ist gefroren. Gefrorene Oliven verderben schnell und viele Bauern haben nicht mehr fertig ernten können. Dafür fiel die Ernte 2008 umso reichhaltiger aus und Öl verdirbt nicht!

Miquel erzählt uns an Weihnachten bei einem Schluck Öl, was noch alles aus den Resten der Ölpresse gemacht wird (nicht in Torroja natürlich sondern bei Weiterverarbeitern – wer weiß wo), das Ganze wird auch noch Olivenöl genannt, hat aber damit nicht mehr wirklich viel zu tun.

Diejenigen, die gerne uralte Olivenbäume sehen wollen, müssen sich in Richtung Ebro Delta aufmachen. Unterhalb von Tortosa, in der Gegend von Senia gibt es wahre Umfanggiganten. Wir dürften vor Jahren einen tausendjährigen Olivenbaum in den Hängen von Benifallet bewundern und es reut mich jetzt noch, dass ich die Bilder nicht mehr finden kann! Es wird weitergesucht!